Rurseeschleife 110 km

Ausgangspunkt dieser "Rurseeschleife" ist Düren, genauer gesagt die B264. Das ist die Valencienner Straße. Sie führt von Düren nach Aachen. Wir befahren die Straße in Richtung Aachen. Im Dürener Ortsteil Gürzenich ist auf der linken Straßenseite eine "Jet Tankstelle". Hinter dieser Tankstelle biegst du nach links in Richtung Schevenhütte ab. Du durchfährst den Stadtteil Gürzenich auf der Schillingsstraße. Am Ortsende folgst du dem Verlauf der Straße in den Wald. Ein wunderschönes Stück Waldstrecke erwartet dich.

Nach 10 km erreichst du den Ort Schevenhütte. Hier biegst du nach links ab um dann nach ca. 500 m nach recht abzubiegen. Der weiße Wegweiser zeigt dir, dass du in Richtung Vicht unterwegs bist. Die Straße führt wieder durch den Wald, allerdings ist die Beschaffenheit der Straße lange nicht so gut, wie die von Gürzenich nach Schevenhütte. Aber wer mit einem angemessenen Tempo hier fährt, kann auch dieses Stück genießen. Für Schnellfahrer oder gar Raser ist diese Waldstraße ungeeignet.

Du erreichst Vicht und folgst der abknickenden Straße. Du bist auf der Fischbachstraße. Dem Verlauf der Fischbachstraße folgst du, bis du an eine große Querstraße gelangst. Hier biegst du nach links in Richtung Zweifall ab. Auf der großen Straße hast du bald den Ort Zweifall erreicht. Es riecht nach frisch geschlagenem Holz. Hier im Tal sind einige Holzverarbeitungsfirmen angesiedelt, die diesen herrlichen Duft verbreiten. Du schlängelst dich auf der Hauptstraße durch den Ort, aber aufgepaßt !!! Am Ortsende von Zweifall steht ein Starenkasten.

Nachdem du den Ort verlassen hast, führt dich die gut ausgebaute, breite Straße zum ersten Mal auf die Eifelhöhen. Auf der Höhe angekommen siehst du, dass sich die Straße gabelt. Du fährst nach links auf die B 399 in Richtung Düren. Aber wir wollen ja die Eifel sehen, also biegst du nach ungefähr 1,5 km in einer scharfen Linkskurve nach rechts ab. Das Schild zeigt in Richtung Rollesbroich. Vorsicht, es geht von der schönen breiten Bundesstraße auf eine kleine, sehr steil abfallende Nebenstraße. Schnell bist du unten im Kalltal. Vor der Kallbrücke biegst du in einer Linkskurve scharf nach links ab und fährst an der Kall vorbei nach Simonskall. Dieser Ort lädt zu einer Rast ein, aber mein Vorschlag zur Pause folgt bald. Am Ortsende geht es genauso hinauf, wie du hinunter gefahren bist, mit dem Unterschied, dass mehr Kurven und Kehren die Bergauffahrt interessanter machen. Und schon bist du wieder auf der B 399 und fährst wieder in Richtung Düren, also rechts ab. Der Ort Vossenack folgt. Am Ortseingang biegst du nach rechts in den Ort ein. Es folgt eine Y-Kreuzung, hier auch wieder rechts. Eine lange Ortsdurchfahrt folgt. An der Kirche angekommen machst du einen links-rechts Schlenker um die Kirche herum und fährst weiter durch den Ort. Die Straße wird schmäler, ist abfallend und man könnte glauben, der Ort ist zu Ende und es geht nicht mehr weiter. Aber rechtzeitig siehst du einen Abzweig nach rechts.

Jetzt befindest du dich auf der "Panoramastraße". Die Straße wird breit und lädt zum schnellfahren ein, aber aufgepaßt, man muß auf die Kehren achten und außerdem ist die Geschwindigkeit auf 50 km/h begrenzt worden. Aber trotzdem Vorsicht, denn immer wieder kommen dir Idioten auf ihren Joghurtbechern entgegen gefolgen. Diese Straße wurde in den 70er Jahren als Rennstrecke für Bergrennen genutzt. Nachdem du nun wieder das Kalltal erreicht hast, heißt es sofort nach der letzten Linkskehre "in die Eisen". Was du siehst, ist rechter Hand ein Parkplatz. Von diesem Parkplatz führt ein unbefestigter Weg nach rechts zur "Mestrenger Mühle" ab. Ein Hinweisschild weist dir den Weg. Wer befürchtet, sein Moped könnte verstaubt werden, hat Pech gehabt, alle anderen fahren die gut 3 km zur "Mestrenger Mühle".

Straße zur

Straße zur "Mestrenger Mühle"

Diese einsam an der Kall gelegene alte Wassermühle lädt zur Rast ein. Du mußt nach unserer Pause den Weg wieder zurückfahren und biegst an der Panoramastraße nach rechts ab. Nach ca. 2 km ist die Fahrt durch das Kalltal beendet. Die Straße macht einen Knick nach rechts und führt über die Kall. Jetzt geht es wieder bergauf. Schön schnell kann man hier fahren. Die Betonung liegt auf schön. Denn auch hier muß man auf die Kehren, den Gegenverkehr und das Tempolimit von 70 km/h achten. Wer das tut, erreicht jetzt locker und leicht den Ort Schmidt.

Du bleibst auf der Straße bis zu einer großen Querstraße. Hier geht es nur nach rechts oder links. Du biegst nach rechts ab. Allerdings nach 500 m geht es auch schon nach links in Richtung Stausee Schwammenauel / Heimbach. Paß auf dieser Straße auf!! Sie hat tückische Kurven und schon viele "Halsüberkopfgesteuerte" haben sich hier den Kragen abgefahren. Du folgst dann dem Wegweiser nach rechts in Richtung Schwammenauel. Wer Touristen und viel Volk liebt, kann hier gerne eine Pause machen.

Wer nicht, der kann der Straße folgen, aber bitte nur mit 50 km/h, wie es die deutlichen Hinweisschilder aussagen. Die Strecke, die du nun befährst, ist die gefährlichste im Kreis Düren. Viele viele, sich selbst überschätzende Fahrer sind hier schon unter der Leitplanke gelandet oder schlimmer noch, einige sind sogar zu Tode gekommen. Vor allem Leute aus großen Städten und nichtdeutschen, flachen Ländern mit gelben Nummerschildern und schwarzen Ziffern und Zeichen sind oft Opfer ihrer eigenen Selbstüberschätzung. Also fahre vorsichtig und genießt die Eifel mit ihren wunderschönen Kurven.

Nach einigen Kilometern biegst du nach links in Richtung Heimbach ab. Du erreichst das Kloster "Mariawald". Vielleicht hat schon jemand von der berühmten Erbsensuppe gehört, die hier hungrigen Einkehrer angeboten wird.

Ein kleiner Tip: Sollte es hier, wie eigentlich immer, voll sein, so nehmt den Aufzug links neben der Kasse und fahrt ein Stockwerk tiefer, durchquert den Raum und ihr befindet Euch in einem Innenhof. Die wenigsten Leute kennen diese Stelle. Hier ist fast immer ein Tisch frei.

Dann fährst du weiter in Richtung Heimbach. Du befindest dich immer noch auf der gefährlichen Straße. An der Heimbacher Burg erreichst du den Ort. Hier biegst Du unmittelbar hinter der gut sichtbaren Burg nach rechts ab.

Heimbacher Burg

Heimbacher Burg

Du durchfährst Heimbach auf der Hengebachstraße. Die Straße führt bergauf. 1,7 km hinter dem Ortsendeschild heißt es aufgepaßt. Kurz bevor du die Höhe erreicht hast, mußt du nach links abbiegen. Hier steht kein Hinweisschild. Lediglich ein Verbotsschild für Lkw's ab 2,8 t. Diese kleine Straße führt dich durch den sogenannten "Badewald" nach Berg. Du durch-
fährst Berg bis zur Hauptstraße. Hier geht es entweder nach links oder rechts. Wenn Du nach rechts fährst, erreichst Du an der nächsten Y-Kreuzung (nach links) das Biker-Motel Green Mile. Diesmal biegst du aber nach links ab. Nach ca. 3-4 km hast du die mittelalterliche Stadt Nideggen erreicht.

Wer Zeit und Muße hat, sollte sich die Burg mitsamt dem Burgenmuseum, welches im klobigen Turm der Burg unter-
gebracht ist ansehen, es lohnt sich. Dazu fährst du am Ortsanfang geradeaus durch das Zülpicher Tor in den Ort. Am Marktplatz biegst du nach links hinauf zur Burg ab.

Du verläßt die Burg und kommst wieder auf dem Marktplatz aus. Hier biegst du nach links ab und folgst dem Verlauf der Straße. Bald erreichst du die Serpentine hinunter ins Rurtal. Hinter der Rurbrücke in Brück ist ein Kreisverkehr. Du machst ¼ Umdrehung und fährst entlang der Rurtalstrecke der "Dürener Kreisbahn" bis Zerkall. Hier mußt du dich entscheiden. Machst du eine Pause oder fährst du weiter. Bei Pause bitte am Ortsanfang nach rechts abbiegen und den Hinweisschildern "Kallerbend" folgen. Ein schönes, altes Gehöft, umgebaut zu einem Restaurant und Café lädt zum verweilen ein.

Die 2. Alternative, in Zerkall weiter, ohne Pause. Dabei folgst du der Straße durch den Ort. Nun geht's bergauf bis Bergstein. Eine sehr schöne, kurvige Strecke, die man aber mit Vorsicht genießen muß. Viele Stellen sind hier mit Bitumen geflickt, also paßt auf! Diese Strecke ist die letzte fahrerische Anforderung für diese Tour. In Bergstein solltest du bei wirklich klarem Wetter den "Krawutschke Turm" anfahren. Von diesem Turm hast du bei so einem Wetter tatsächlich einen enormen Weitblick. Sogar der Kölner Dom ist zu erkennen. Um an diesen Turm zu gelangen fährst du nach rechts in die Burgstraße ein. Außerdem steht hier auch ein Hinweisschild. Dieser Burgstraße folgen wir bis zum Parkplatz. Hier endet die Straße und den Rest mußt du zu Fuß hinter dich bringen. Aber der Ausblick vom Turm entschädigt dich wirklich.


Du fährst die Burgstraße zurück und biegst am Ende der Burgstraße nach recht ab und erreichst Brandenberg. Hinter Brandenberg (links abbiegen) ist der MSC Kleinhau beheimatet. Dieser Club hat sich dem Motocross verschrieben. Die Rennstrecke wird als die schönste Deutschlands bezeichnet und liegt an zwei gut sichtbaren Windrädern. Vielleicht fährst du die Tour an einem Wochenende, an dem hier Rennen stattfinden, dann solltest du unbedingt hier anhalten und dir das ansehen. Den Weg kann man dann schon finden. Viele Motorräder und noch mehr Autos weisen dir den Weg.

Aber zurück zur Tour. 300 Meter hinter Brandenberg biegst Du rechts auf eine kleine Straße ab. Diese Straße führt Dich bergab -durch schönen Eifelwald- hinunter nach Obermaubach. Hier ist ein kleiner Stausee, aber das tolle an Obermau-
bach ist das Café Flink, direkt am Zugang zur Staumauer gelegen. Wer Torten liebt, sollte hier mal die Aidatorte probieren, einfach nur Klasse.

Weiter geht unsere Fahrt entlang der Rur, nach Untermaubach und weiter bis zum Ortseingang Winden. Hier biegen wir nach rechts ab und überqueren die Rur. Aber sofort nach der Brücke setzen wir den Blinker nach links und durchfahren Üdingen und bleiben auf dieser Straße, welche sich zwischen Rur und Rurtalbahn schlängelt. Kreuzau ist der nächste Ort und nach ein paar Kilometern haben wir Düren erreicht.

Ich hoffe sehr, dass dir die Fahrt Spaß gemacht hat und Du sie ohne Schwierigkeiten fahren konntest.

Ihr könnt mir Eure Eindrücke gerne auf meine e-Mail chrguelden@t-online.de schreiben.
Euer Chris.