Rurtour 125 km

Die hier vorgeschlagene Tour ist von der Streckenlänge ein wenig kürzer, aber dafür gibt es eine ganze Menge zu sehen.
Beginnen wir mit dem Ausgangsort Zülpich. Wir fahren auf der B 265 in Richtung Gemünd. Aber kurz hinter Zülpich, genauer gesagt am Ortsende von Langendorf biegen wir schon von der Bundesstraße in Richtung Bürvenich ab. Dieser Abzweig ist nicht zu verfehlen, befindet er sich doch direkt an der Burg Langendorf. Diese Burg ist im Privatbesitz des Herrn Vetter. Dieser Mensch hat in Zülpich eine weltbekannte, ja berühmte Firma für Pneumatik aller Art. Sie stellt z.B. Luftkissen her, die sehr große Lasten heben können. Diese werden beispielsweise bei Flugzeugabstürzen benötigt, um das Flugzeug möglichst schonend heben zu können. Aber ich schweife ab, zurück zur Tour.

In Bürvenich folgen wir dem Verlauf der Straße bis zur Kreuzung. Rechts das alte Gebäude ist die ehemalige Wildenburg. Hier biegen wir auch rechts ab, durchfahren den Ort und folgen dann nach ca. 500 m der abknickenden Vorfahrt in Richtung Floisdorf. Nach 2 km sehen wir ein grünes Schild mit gelber Schrift "Achemer Mühle". Hier biegen wir rechts ab und kommen auf einer kleinen Nebenstraße nach Berg. Wir bleiben auf der Straße, am Ortseingang sehen wir auf der linken Seite die Burg Berg und hinter dem Ort geht es bergauf. Bald haben wir den Ort Düttling erreicht und stoßen wieder auf die B 265. Diese fahren wir zuerst bergauf und dann hinunter bis Gemünd. Im Ort angekommen, rechts ab und dann immer gerade aus.

Gemünder Kirche

Gemünder Kirche

Wir stoßen auf die B 266 und es geht wieder bergauf. Wir durchfahren auf der Höhe den ehemaligen Truppenübungsplatz "Vogelsang". Diese "Ordensburg Vogelsang" wurde in der Nazizeit erbaut und seit dem Kriegsende vom belgischen Militär genutzt. Mittlerweile sind die Belgier abgezogen und die Burg Vogelsang ist für "Ottonormalverbraucher" zugänglich. Ein Besuch dieser Burg lohnt sich auf jeden Fall. Macht aber nicht den Fehler und parkt unmittelbar an der Bundesstraße, denn dann habt Ihr einen Fußmarsch von knapp 2 Kilometern vor euch. Zahlt die Parkplatzgebühr am Anfang der Zugangsstraße (incl. eines Gutscheines über eine Tasse Kaffee) und fahrt lieber bis zum Eingang der Burg. Hier ist ein großer Parkplatz.

Wir fahren wieder bergab und kommen bei Einruhr an die Rur. Warum sich der Ort Einruhr mit "h" schreibt ist eigentlich nicht nachzuvollziehen, liegt er doch am Eifelfluß Rur, ohne "h". Hier in Einruhr gibt es die Gelegenheit, mit einer Original Postkutsche eine Runde durch den Ort und vorbei am sogenannten "Obersee" zu machen. Wir fahren weiter auf der B 266 und in der zweiten Kehre, eine Rechtskehre biegen wir nach links ab.

Dedenborn

Dedenborn

Wir kommen in das wunderschöne Rurtal nach Dedenborn. Weiter fahren wir immer an der Rur entlang bis Hammer.

Die Strecke bleibt schön und am Ortsende von Hammer biegen wir links ab und folgen dem Schild nach Imgenbroich. Nachdem wir einige Kilometer an der Rur entlang gefahren sind, verlassen wir das Rurtal und fahren bergauf bis Imgenbroich. An der B 258 angekommen, links ab nach Monschau. Monschau ist auf jeden Fall einen Stop wert. Wir fahren die Stadtumgehung und dort, wo die Bundesstraße 258 wieder auf die Rur trifft, fahren wir nach links in Ort hinein. Nach kurzer Fahrt müssen wir den Parkplatz ansteuern, weil die Stadt für den normalen Straßenverkehr gesperrt ist.

Ortsdurchfahrt Hammer

Ortsdurchfahrt Hammer

Nachdem wir unsere Besichtigungstour beendet haben, fahren wir zurück und fahren gerade aus, nicht rechts die Stadtumgehung. Bald, an der Perlenbachbrücke biegen wir nach rechts ab. Ein großer Vorwegweiser sagt uns, daß sich hier die beiden Bundesstraßen 258 und 399 trennen und wir folgen der B 399. Es geht wieder hoch und wir kommen in den Ort Kalterherberg. Dieser Ort liegt in unmittelbarer Grenznähe zu Belgien. Wenn wir an der Kirche sind, zweigt vor der Kirche eine Straße nach links ab.

Kalterherberg

Kalterherberg

Diese fahren wir, also nicht auf der Hauptstraße in Richtung Malmedy bleiben. Nach einer längeren Ortsdurchfahrt erreichen wir eine abknickende Vorfahrt und wir befinden uns aus auf der Arnoldystraße und fahren in Richtung Höfen. Die Straße führt steil hinunter an den Perlenbach. Diese ist ein wunderschönes Tal, was von sehr vielen Wanderen genutzt wird. Berühmt sind die Narzissenwiesen des Perlenbachtals, die im Frühjahr Tausende von Menschen anlocken. Wenn die Gelegenheit ist, macht einmal einen solchen Ausflug zu Fuß, es lohnt sich.

Wir verlassen mit einer steilen Steigung wieder das Perlenbachtal und erreichen bei Alzen die Höhen der Eifel. Die Bundesstraße 258 wird in Richtung Rohren überquert. In Rohren befindet sich einer der schnellsten Sommerrodelbahnen Deutschlands. Mit bis zu fast 60 km/h kann man hier zu Tal rasen und muß noch nicht einmal befürchten, den Weg zu Fuß wieder hoch zu klettern, denn ein Schlepplift bringt einen mit samt seinem Schlitten wieder auf die Höhe. Wer mutig genug ist, kann ja mal versuchen, die Bahn ohne zu bremsen hinunter zu fahren. Bis auf eine Kurve ist es mir schon gelungen. Diese Bahnanlage bietet auch eine recht schöne "bessere" Frittenbude. Langsam aber sicher entwickelt sich dieser Bereich zu einem Motorradtreff. Denn wenn man sich an Wochenenden auf dem, doch recht kleinen Parkplatz umsieht, findet man mehr Motorräder als Autos. Wenn wir jetzt weiterfahren, geht es wieder heftig hinunter. Wir kommen bei Widdau wieder an die Rur zurück. An der Einmündung fahren wir scharf rechts nach Hammer.

Hier in Hammer scharf nach links abbiegen

Hier in Hammer scharf nach links abbiegen

Hier in Hammer geht es genau so scharf nach links hinauf und wir verlassen vorerst das Rurtal und fahren über Eicherscheidt nach Simmerath. Gerade aus durch den Ort bis zum Kreisverkehr. Wer jetzt tanken muß sieht links eine Araltankstelle. Wer weiterfährt verläßt den Kreisverkehr rechts und fährt in Richtung Strauch. Hier stoßen wir auf die "Biker Ranch"(www.biker-ranch.net). Dies ist ein Motorradtreff im finnischen Holzhausstil. Natürlich kann man hier auch sehr gut eine Pause einlegen, denn hier sind mittlerweile immer sehr viele Mopedfahrer.
Hier oben kann man die für die Nordeifel berühmten Schneehecken sehen. Diese Buchenhecken hatten den Zweck, im Winter die Schneemassen von den Häusern fernzuhalten. Heutzutage haben wir hier oben nicht mehr die Massen von Schnee, wie sie von 50 Jahren noch zum normalen Winter gehörten. Wir fahren weiter nach Schmidt. Dieser Ort hat auch eine Besonderheit, nämlich die Kirche. Sie hieß, oder hieß im Volksmund "St. Mocca"! Dies kam dadurch, daß nach dem Krieg hier in der Kirche, unter kräftiger Mitwirkung des damaligen Pastors, Schmuggelgut in Form von Kaffee aus Belgien eingelagert wurde. Und da der Kirchenraum ein rechtsfreier Raum war, konnten die Zollbehörden hier nicht einschreiten. Durch Schmidt fahren wir in Richtung Heimbach weiter. Paßt auf dieser Straße auf !!! Zum Einen auf die Geschwindigkeitsbegrenzung (Achtung Blitzer!) und zum Anderen auf die Straße. Hier sind schon einige "Blödmänner" unter der Leitplanke gelandet oder schlimmer noch, zu Tode gekommen.
Heimbach ist ein kleines Touristenstädtchen in der an Wochenenden die Hölle los ist. Vor allen Dingen Holländer nutzen diese schmucke kleine Stadt zum Urlaub machen. Wer Zeit und Lust hat, sollte sich die Burg ansehen und vielleicht in einem der zahlreichen Cafès einen Kaffee trinken. Wir erreichen Heimbach an einem Kreisverkehr. Wenn wir keine Besichtigung vornehmen, machen wir eine 3/4 Umdrehung im Kreisel und fahren wieder an der Rur entlang in Richtung Nideggen. Immer wieder begleitet uns der Fluß bis wir hinter Abenden (auch hier lohnt sich ein Stop) hinauf nach Nideggen fahren.
Schon wieder können wir eine Pause einlegen. Hier nur kurz beschrieben: Burg Nideggen, Burgenmuseum, mittelalterlicher Stadtkern.
Wenn wir weiterfahren, biegen wir an der Straße auf der wir gekommen sind, am Kapellchen rechter Hand auch nach rechts ab.

Hinter der Kapelle, rechts abbiegen

Hinter der Kapelle, rechts abbiegen

Am Ortsende von Berg gabelt sich die Straße. An der Gabelung befindet sich das BikerMotel "Green Mile" (www.green-mile.eu). Um dort hinzukommen biegen wir links ab und dann in die Hofeinfahrt nach recht, oder 50 Meter weiter auf den Parkplatz. Ein sehr schön gestalteter Motorradtreff läd uns zum verweilen ein. Hier ist der richtige Ort, um unsere Tour zu beenden. Wenn wir hier keine Rast machen möchten, nehmen wir die rechte Variante und kommen nach einer Tal- und Bergfahrt auf die B 265 bei Wollersheim. Wir biegen auf die Bundesstraße nach links ab und bleiben nun bis Zülpich auf der B 265.

Fazit dieser Tour:
Sehr viele Möglichkeiten zu Pausen und Besichtigungen

Sehenswert:
Einruhr, Rurtal zwischen Dedenborn und Widdau, Monschau, Heimbach und Nideggen

Oft an der Rur entlang - Straßen gut bis sehr gut - Zeit sollte man mitbringen.

Ihr könnt mir Eure Eindrücke gerne auf meine e-Mail chrguelden@t-online.de schreiben.
Euer Chris.

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