Ardennentour 210 km

Ein Tipp zu allererst: Die Ardennentour sollte man nur planen, wenn man gewiss ist, dass das Wetter mitspielt. Die Ardennen sind das regenreichste Gebiet in ganz Europa.

Wir beginnen unsere Tour, wie so viele, in Zülpich. Von hier aus geht es über die B 265 bis Langendorf. Am Ortsende sieht man linksseitig die Langendorfer Burg. Hier biegen wir links ab und kommen nach Bürvenich. Am Ortseingang macht die Straße einen 90 ° Linksknick und schon ein paar Meter weiter biegen wir rechts ab. Wir sind auf der Stephanusstraße. Nach ca. einem Kilometer folgen wir der abknickenden Vorfahrt nach links. Schon bald hinter dem Ort sehen wir rechtsseitig die "Achemer Mühle". Vor dieser Mühle biegen wir rechts ab und es geht bergauf. Übrigens Berg, der nächste Ort heißt so. Wir fahren weiter bergauf, kreuzen eine Querstraße und stoßen bei Düttling wieder auf die B 265. Dieser folgen wir bis Gemünd. Gemünd liegt im Tal der Olef und Urft. Hier den Blinker rechts und dann geradeaus weiter. Aber schon hinter dem Ort geht es wieder hoch. Wir sind auf der B 266. Auf der Höhe erreichen wir bald den ehemaligen belgischen Truppenübungsplatz Vogelsang.

Burg Vogelsang

Burg Vogelsang

Die ehemalige NS-Ordensburg liegt rechts von der Straße. Wer die Burg besichtigen möchte, fährt die Stichstraße durch bis zum großen Parkplatz. Ein Besuch der Burg, welche nun zum Nationalpark Eifel gehört, bietet zahlreiche Informationsmöglichkeiten über die Eifel und den Nationalpark. Von der Burg aus hat man einen phantastischen Blick über die Seen der Rureifel.
Weiter geht unsere Fahrt hinunter an den Obersee der Rur und zum Ort Einruhr. Warum der sich mit "h" schreibt, keine Ahnung! Hinter Einruhr biegen wir in einer Rechtskehre, links ins Rurtal nach Dedenborn ab. Hinter Dedenborn folgt der Ort Hammer, hier heißt es aufgepasst. Am Ortsende geht es links ab bis zum Örtchen Widdau immer dem Verlauf der Rur folgend. Eine sehr schöne Strecke. In Widdau fahren wir sehr scharf links ab und kommen auf der Höhe nach Rohren. Hier gibt es auch was zu besichtigen, nämlich die Sommerrodelbahn. Hinter Rohren queren wir die B 266 nach Höfen und weiter kommen wir zu einem der kältesten Orte der Eifel. Deshalb heißt er auch Kalterherberg.

Der "Eifeldom" in Kalterherberg.

Der "Eifeldom" in Kalterherberg.

Am sogenannten Eifeldom angekommen biegen wir links und bald recht ab und folgen dem Wegweiser "Malmedy". Im Tal kommen wir wieder an die Rur und gleichzeitig nach Belgien. Wir folgen weiter dem Verlauf der Rur bis zu einem Kreisverkehr. Hier steht ein Panzer, der an die Ardennenoffensive während des 2. Weltkrieges erinnert. Am Kreisel biegen wir nach rechts ab und kommen nach Sourbrodt. Hier in der Höhe entspringt die Rur. Am Ortsende, nach einer langen Ortsdurchfahrt biegen wir links ab und nach etwa 150 Meter wieder rechts. Ovifat ist der nächste Ort. Wir fahren über eine schöne, wald- und kurvenreiche Straße bis Xhoffraix. Hier stoßen wir auf eine T-Kreuzung, an der nach rechts und links ein Wegweiser nach Malmedy steht. Wir fahren nach rechts und kommen bald auf die N 68. Dieser folgen wir bis nach Malmedy. Wer hier eine Pause auf dem ständig von vielen Motorradfahrern besuchten Marktplatz machen möchte, folge dem Schild "Centrum". Hier ist immer was los, eine Menge von Restaurants bieten ihre Speisen und Getränke an.

In Malmedy fahren wir Richtung Francorchamps, natürlich jedem bekannt als belgische Rennstrecke, auch "Ardennenachterbahn" genannt. Schon bald sind wir auf einen alten Streckenabschnitt dieser Rennstrecke. Wir folgen geradeaus Richtung Stavelot. Hier in Stavelot lohnt sich unbedingt eine Besichtigung der Altstadt. Typischer Ardennenort. Hinter Stavelot kommen wir nach Trois Ponts. Hinter der Bahnunterführung folgt eine T-Kreuzung die wir nach rechts fahren

Die "Cascade de Coo"

Die "Cascade de Coo"

Der bekannte Ausflugsort Coo ist bald erreicht. Bekannt ist Coo durch seine Cascade. Die Wasserfälle von Coo im Fluss Amel sind mit einer Höhe von 15 Metern eine der höchsten in Belgien. Es gibt zwei Wasserfälle, der kleine existiert etwa seit dem 15. Jahrhundert, der große wurde im 18. Jahrhundert im Auftrag des Fürstabtes von Stavelot errichtet, wahrscheinlich um das an der Mäander (schlangenartiger Flußlauf) gelegene Petit-Coo gegen Überschwemmungen zu schützen. An schönen Tagen ist hier richtig viel Volk unterwegs, um den Vergnügungspark zu besuchen. Außerdem kann man hier auf der Gokartbahn sein fahrerisches Können unter Beweis stellen.

Von Coo aus geht’s zurück nach Trois Ponts. Wir fahren auf der N 633 gerade aus in den Ort und biegen Ortsmittig, hinter einer Rechtskurve nach links ab -Beschilderung Vielsam- und immer noch auf der N 633. In der Ortsmitte von Grand Haileux verlassen wir die Nationalstraße nach links. Aufgepasst, die Abzweigung nach Petit Thier ist leicht zu übersehen -sie liegt ca. 150 m hinter der linksseitig liegenden Kirche-. Aber es lohnt sich. Eine schöne und vor allen Dingen kleine Waldstraße folgt. Hinter Petit Thier biegen wir an der großen, breiten Hauptstraße wieder links ab und kommen zum bekannten Ort Sankt Vith. Durch das neu erbaute Industrieviertel ist es etwas verwirrend in den Ort zu finden. Aber das schaffen wir schon.

Ortsansicht von Sankt Vith

Ortsansicht von Sankt Vith

Von St. Vith aus folgen wir der N 626 über Setz, Schönberg, Andler bis zur belgisch-deutschen Grenze am "Losheimer Graben". Hier fahren wir gerade aus und sind auf der B 265. Dieser folgen wir viereinhalb Kilometer und biegen dann rechts ab. Wir fahren durch Udenbreth und erreichen einen Kreisverkehr. Eine ¾ Umdrehung und schon sind wir in Richtung Reifferscheid unterwegs. Kurz vor dem Ort mit der bekannten Burganlage biegen wir aber rechts ab und auf der Höhe erreichen wir, die B 258 an einem Kreisverkehr kreuzend, Sistig. Diesen Ort durchfahren wir auf der Hauptstraße. Es folgt Rinnen und es geht bergab. Im Tal der Urft kommen wir nach Sötenich. Über den holprigen Bahnübergang und dann links, immer an der Urft entlang kommen wir nach Kall. Wir bleiben auf der Hauptstraße, durchfahren das Gewerbegebiet mit dem riesigen Möbelhaus. Hinter Möbel Brucker am Kreisverkehr wieder eine ¾ Umdrehung. Am ein paar hundert Meter folgenden Kreisel ½ Umdrehung und dann weiter gerade aus. Voissel durchfahren wir, in Bleibuir und dem folgenden Ort Glehn geht es jeweils links - rechts. In Eicks angekommen bietet die "Zehntscheune", ein unmittelbar am Schloß Eicks gelegenes Café, eine wunderbare Gelegenheit zum Abschlusskaffee mit tollen Torten und Kuchen. Über Floisdorf und Schwerfen kommen wir zu unserem Ausgangspunkt Zülpich zurück.

Ich hoffe, die Tour hat Euch gefallen Euer Chris, der Tourenplaner.

Eure Anregungen, Kritiken und vielleicht "Lobeshymnen" könnt Ihr mir gerne auf chrguelden@t-online.de mitteilen.

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